Ringturmverhüllung

Zukunftsträume

Daniela Kostova

Sommer 2019

Ringturm

Ein Wiener Sommer 2019 mit internationalem Flair: Die bulgarische Künstlerin Daniela Kostova verhüllt den Ringturm.

Ringturmverhüllung 2019 greift nach den Sternen – Feierliche Eröffnung am 26. Juni. 

Am Bild v.l. Künstlerin Daniela Kostova, Österreichs Außen- und Kulturminister Mag. Alexander Schallenberg, die stellvertretende bulgarische Kulturministerin MMag. Amelia Gesheva und Dr. Günter Geyer, Vorstandsvorsitzender des Wiener Städtischen Versicherungsvereins.  © Wiener Städtische Versicherungsverein / Richard Tanzer
Am Bild v.l. Künstlerin Daniela Kostova, Österreichs Außen- und Kulturminister Mag. Alexander Schallenberg, die stellvertretende bulgarische Kulturministerin MMag. Amelia Gesheva und Dr. Günter Geyer, Vorstandsvorsitzender des Wiener Städtischen Versicherungsvereins. © Wiener Städtische Versicherungsverein / Richard Tanzer

Dr. Günter Geyer, Vorstandsvorsitzender des Wiener Städtischen Versicherungsvereins, lud am Mittwochnachmittag, den 26. Juni, zum feierlichen Zeremoniell anlässlich der Fertigstellung der diesjährigen Ringturmverhüllung. Die Verwandlung des Ringturms in „Zukunftsträume“ der bulgarischen Künstlerin Daniela Kostova war Anlass für den Besuch von Mag. Alexander Schallenberg, österreichischer Außenminister und Bundesminister für Kunst und Kultur und MMag. Amelia Gesheva, stellvertretende Kulturministerin der Republik Bulgarien.

Bundesminister Schallenberg hob den internationalen kulturellen Beitrag der mittlerweile zur Tradition gewordenen Kunstinstallationen mitten im Wiener Stadtzentrum hervor: „Schon zum zwölften Mal wird mit der Ringturmverhüllung ein weithin sichtbares Zeichen geschaffen, dass das breite Spektrum zeitgenössischen Kunstschaffens auf nationaler und internationaler Ebene wiedergibt. Besonders freut mich, dass mit diesem markanten Wahrzeichen ganz bewusst immer wieder Künstlerinnen und Künstlern aus Zentral- und Osteuropa Raum geboten wird. Dabei werden durchwegs gesellschaftsrelevante Themen aufgegriffen, die das aktuelle Zeitgeschehen widerspiegeln und so zum Nachdenken anregen.“

Die stellvertretende Kulturministerin der Republik Bulgarien war ob der diesjährigen Auswahl der Künstlerin erfreut. „Genauso, wie das kleine Kind an der Fassade im Entdecken und Erkunden der Welt begriffen ist, sollten auch wir uns den Herausforderungen unserer Zeit mit Neugierde stellen und unermüdlich neue Wege für eine bessere Zukunft suchen – für uns und unsere Kinder“, betonte Gesheva.

„Wir haben uns heuer ganz bewusst wieder für eine Kunstschaffende aus einem osteuropäischen Land entschieden. Abseits von Polizzen und Prämien lenken wir damit die kulturelle Aufmerksamkeit auf die Regionen in Osteuropa, in denen unser Konzern tätig ist. Nahtlos reiht sich Daniela Kostova in die eindrucksvolle Serie der bisherigen Ringturmverhüllungen durch Künstlerinnen und Künstler aus Osteuropa ein“, erklärt Geyer.

Daniela Kostovas Ringturmverhüllung „Zukunftsträume“
Von der dem Donaukanal zugewandten Seite des Ringturms blickt uns ein Kleinkind mit wachen Augen entgegen. Es steckt in einem Raumanzug. Auf seinem Helm nimmt eine weiße Taube Platz, die Flügel im Aufwind. Der Vogel, der auf diversen Emblemen der Raumfahrt zu finden ist, symbolisiert den Traum vom Fliegen. Die Erfahrungswelt des Kleinkindes ist von neuen Erkundungen geprägt: Noch bevor es gehen kann, träumt es von der großen weiten Welt. Sein Spielzeug – ein Mobile mit fliegenden Himmelskörpern, das auf der Rückseite des Ringturms zu sehen ist, deutet einen Perspektivenwechsel an: ein Blick auf die Erde aus weiter Ferne, die Fragilität unseres Planeten, die zukünftige Lebenswelt unserer Kinder. „In meiner Arbeit habe ich mich wiederholt damit auseinandergesetzt, was ‚safe play‘ in unterschiedlichen kulturellen und sozialen Kontexten bedeutet. Durch die ortsspezifische Präsentation meines Werks wird diese Dimension weiter aufgeladen. In diesem Projekt interessiert mich der größere Blickwinkel, aus dem wir die Zukunft unserer Kinder ins Auge fassen“, so Daniela Kostova über die Ringturmverhüllung 2019.

Die Künstlerin
Daniela Kostova, geboren 1974 in Sofia, ist eine interdisziplinäre Künstlerin. Sie studierte an der Akademie der Bildenden Künste in Sofia (Bulgarien) und am Rensselaer Polytechnic Institute (RPI), New York (USA). Kostova interessiert sich für Vergleiche und Gegenüberstellungen diverser kultureller Modelle und sucht nach ihren Übereinkünften und den daraus entstehenden hybriden Formen. Ihre Arbeit wurde bereits in zahlreichen Institutionen und Ausstellungsformaten gezeigt, wie unter anderem im Queens Museum of Art in New York, im Institut für Zeitgenössische Kunst in Sofia, in der Kunsthalle Wien, im Centre d’art Contemporain in Genf und in der Kunsthalle Fridericianum in Kassel. Rezensionen ihrer Ausstellungen finden sich unter anderem in der New York Times, Brooklyn Rail, Flash Art International und Art in America.

Die Künstlerin erhielt zahlreiche Stipendien, darunter Reisestipendien der NYFA (New York Foundation for the Arts) – heute unterstützt Kostova als Mentorin selbst internationale Studenten der NYFA –, der American Foundation for Bulgaria and the European Cultural Foundation und ein Stipendium für das ArtsLink Residency am Cleveland Institute of Art in Ohio sowie Preise, wie unter anderem den Unlimited Award für bulgarische Kunst im Jahr 2011. Daniela Kostova ist Mitbegründerin des interdisziplinären Kollektivs Bulgarian Collaborative, Direktorin des kuratorischen Projekts der Radiator Gallery sowie Vorstandsmitglied des CEC ArtsLink Austauschprogramms.

Kunstengagement in Österreich und Europa
Der Wiener Städtische Versicherungsverein setzt sich zusätzlich zu seinem sozialen Engagement für einen grenzüberschreitenden Kulturdialog ein. Die Förderung unterschiedlichster Kunstprojekte im In- und Ausland sowie die Unterstützung junger Kunstschaffender sind dem VIG-Hauptaktionär ein zentrales Anliegen. Ein weithin sichtbares Zeichen dieser Förderphilosophie ist die Ringturmver¬hüllung. Neben hochrangingen österreichischen Kunstschaffenden, unter anderem Gottfried Helnwein oder Arnulf Rainer, werden seit 2012 auch Künstlerinnen und Künstler aus Osteuropa eingeladen, die Ringturmverhüllung zu gestalten.