Ringturmverhüllung

Miteinander

Dóra Maurer

Sommer 2022

Ringturm

Ringturmverhüllung 2022 setzt Zeichen der Zuversicht und des Miteinanders

Die ungarische Künstlerin Dóra Maurer verwandelt den Ringturm in das überdimensionale Kunstwerk „Miteinander“.

Das 4.000 Quadratmeter große Kunstwerk aus insgesamt 30 bedruckten Netzbahnen – mit rund drei Metern Breite und bis zu 63 Metern Länge – trägt den Titel „Miteinander“. Foto/Rendering: Hertha Hurnaus/Dóra Maurer
Das 4.000 Quadratmeter große Kunstwerk aus insgesamt 30 bedruckten Netzbahnen – mit rund drei Metern Breite und bis zu 63 Metern Länge – trägt den Titel „Miteinander“. Foto/Rendering: Hertha Hurnaus/Dóra Maurer

Das Werk „Miteinander“
Das 4.000 Quadratmeter große Kunstwerk aus insgesamt 30 bedruckten Netzbahnen – mit rund drei Metern Breite und bis zu 63 Metern Länge – trägt den Titel „Miteinander“. Schräg ineinanderlaufende Streifen, in einem Spektrum heller und heiterer Farben gehalten, bahnen sich ihren Weg durch die am Ring gelegene Häuserfront der Wiener Innenstadt, die den Donaukanal überblickt. Seinen Ausgangspunkt nimmt das eigens für die Ringturmverhüllung entstandene Auftragswerk von einem elaborierten System geometrischer wie chromatischer Elemente, welches Dóra Maurer vor rund 30 Jahren erarbeitet und seither weiterentwickelt hat. „In meinem Kunstwerk verschränken sich unterschiedliche Farben – ein Verweis auf die Vielstimmigkeit Mitteleuropas. Diese bunte Komposition soll nicht nur die geradlinige Architektur des Ringturms dynamisieren, sondern davon ausgehend auch in die Umgebung abstrahlen: Ein visueller Stimulus am sommerlichen Donaukanal, aber auch ein hoffnungsvoller Anker, der über die Grenzen hinauswirkt“, sagt Dóra Maurer.

Die Künstlerin Dóra Maurer
Für die Ringturmverhüllung 2022 hat der Wiener Städtische Versicherungsverein mit Dóra Maurer eine außergewöhnliche Frau der ungarischen Kunstgeschichte gewonnen, die wie kaum eine andere für die Erprobung neuer Ausdrucksformen jenseits gestalterischer wie nationaler Grenzen steht. Die arrivierte Vertreterin der ungarischen Neoavantgarde ist für ihre geometrischen, oftmals grell farbigen Strukturen bekannt, mit denen sie die Sehgewohnheiten ihres Publikums in humorvoller Weise hinterfragt. 1937 in Budapest geboren, studierte Dóra Maurer an der ungarischen Akademie der bildenden Künste. Ihre Werke wurden in zahlreichen internationalen Ausstellungshäusern gezeigt, zuletzt wurde sie 2019 mit einer Retrospektive in der Tate Modern in London gewürdigt. Sie ist in verschiedenen Genres und Medien zu Hause, neben Gemälden produziert sie Grafiken, Fotografien, Filme und Installationen. Ihre Serien, die sich mit Geometrie, Farbtheorie und diversen Wahrnehmungstheorien beschäftigen, sind zugleich spielerische Experimente und wissenschaftliche Beobachtungen. Darüber hinaus spiegeln sich die beiden Nachbarländer Österreich und Ungarn auch in der Biografie Dóra Maurers wider: Wien und Budapest waren einige Jahrzehnte lang Ausgangspunkt im Schaffen der Künstlerin, die abwechselnd in beiden Donaumetropolen lebte und arbeitete.